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DilophosaurusBearbeiten

NAME: Dilophosaurus


FAMILIE: Megalosauridae
Dilophosaurus


ZEITLICHE VERBREITUNG: Unterjura


GEOGRAPHISCHE VERBREITUNG: Nordamerika


LÄNGE: 6 m


Dilophosaurus war ein leichtgebauter Carnosaurier. Das mag wie ein Widerspruch klingen, doch vermittelte Dilophosaurus von seiner Anatomie her zwischen zwei Gruppen: Der Kopf war breit (ein typisches Carnosauriermerkmal), enthielt aber leichte Knochen; Hals, Schwanz und Arme waren lang und schlank (typische Merkmale der Coelurosaurier. Der Schädel von Dilophosaurus passte schließlich zu keiner Dinosauriergruppe: Ein Paar halbkreisförmiger Knochenkämme erhoben sich senkrecht zu beiden Seiten des Schädels. Stellenweise nur scheibendünn, wurden sie von mehreren senkrechten, knöchernen Verstrebungen verstärkt. Am Hinterkopf verjüngten sich die Kämme zu einem Stachel. Welche Aufgabe die Kopfkämme erfüllten, bleibt bis heute ein Geheimnis. Einige Paläontologen meinen, sie hätten bei der Brautwerbung eine Rolle gespielt und seien auf die männlichen Tiere beschränkt gewesen - eine Theorie, die von der Tatsache gestützt wird, dass nicht alle gefundenen Exemplare Kämme aufweisen. Man fand auch nie Kämme, die noch direkt am Schädel befestigt waren; sie lagen vielmehr stets irgendwo in der Nähe. Strenggenommen bleibt daher ihre genaue Lokalisierung am Körper der Tiere ein Gegenstand gelehrter Spekulationen. Die Kiefer von Dilophosaurus verraten uns etwas über die Lebensweise der Tiere. Der Unterkiefer enthielt zahlreiche lange, scharfe und dünne Zähne. Die vorderen Zähne des Oberkiefers waren - ähnlich wie bei den heutigen Krokodilen - von den hinteren getrennt. Trotz seines großen Kopfes und der kräftigen Kiefer tötete Dilophosaurus seine Opfer wahrscheinlich nicht durch einen Biss. Die dünnen Zähne und die ziemlich fragilen Kämme auf dem Kopf wären bei einem Kampf rasch beschädigt worden.
JP-Dilophosaurus2

Ein Dilophosaurus tötet Dennis Nedry.

Wahrscheinlich fing Dilophosaurus seine Beutetiere mit den bekrallten Händen und Füßen - oder er ernährte sich wie viele seiner Verwandten als Aasfresser von toten Tieren, die kräftigeren Carnosauriern zum Opfer gefallen waren.